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Australien-Panorama

Australien Geographie

Australien ist mit einer Fläche von 7.686.848 km² der kleinste Erdteil, rund 21-mal größer als Deutschland. Es liegt zwischen 10° und 44° südlicher Breite, die West-Ost-Erstreckung reicht von 113° bis 154° östlicher Länge. Große Teile befinden sich im Bereich der Wendekreiswüsten der Südhalbkugel.

Verglichen mit anderen Kontinenten ist Australien der flachste. Größere Erhebungen befinden sich fast ausschließlich in den Randgebieten der Küstenregionen. Ausnahme sind die MacDonnell Ranges (1.510 m) und die Musgrave Ranges (1.513 m) im Zentrum.

Nach der Oberflächengestalt lässt sich Australien in drei geographische Großräume gliedern.

Das ostaustralische Hochland

Es erstreckt sich über 4.000 km im Osten des Kontinents von Cape York (Queensland) im Norden bis zur Bass Strait, die den Südzipfel des Kontinents von Tasmanien trennt. Den Höhenzügen der Great Dividing Range sind Küstenstreifen unterschiedlicher Breite vorgelagert - im Süden Queenslands bis zu 160 km, im südlichen New South Wales bisweilen nur 1½ km. Im äußersten Süden finden die Gebirge Tasmaniens ihre Fortsetzung in den südlichen Ausläufern der rund 3000 km langen Great Dividing Range. Nördlich daran anschließend liegen die Snowy Mountains in NSW, die einzige alpine Region, auch "Australische Alpen" genannt.
In dieser Bergkette befindet sich auch der höchste Berg des Kontinents, der Mount Kosciusko mit 2.229 m. Die Great Dividing Range (Großes Scheidegebirge) geht nach Westen hin sanft in das mittelaustralische Tiefland über, im Osten dagegen fällt es steil zur Küstenebene ab. In Queensland verbreitert sich die Range auf bis zu 500 km, mit Höhen von 500 bis 600 m, darunter viele erloschene Vulkane. Das Hochland bringt feuchte Luftmassen, die vom Meer her kommen, zum Abregnen und führt zu außerordentlicher Fruchtbarkeit.

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Das mittelaustralische Tiefland

Das flache Land wird durch das ostaustralische Hochland und das westaustralische Plateau begrenzt. Es wird auch zentrales Becken genannt. Es reicht vom Golf von Carpentaria im Norden bis zum Spencer Golfim Süden. In frühen geologischen Zeitaltern war es vom Meer und später von großen Binnenseen überflutet. Die tiefste Senke findet sich im Bereich des Lake Eyre (-12 m NN). Zahlreiche Flüsse, die an den Westausläufern der Great Dividing Range entspringen, finden ihre Mündung in diesen abflusslosen Becken. Die ausgetrockneten Salzseen sind oft jahrzehntelang ohne Wasser. Nach episodischen Starkregenfällen kommt es zu Überschwemmungen der Flussbetten und Salzseen (z.B. Lake Eyre, Lake Frome), die dann zu Brutplätzen von unzähligen Pelikanen und anderer Wasservögel werden.

Im Süden schließen sich die Ebenen des Darling- und Murray-River an. Der Murray ist mit 2.575 km der längste Fluss des Kontinents und die wichtigste Trinkwasserquelle Südaustraliens. Die Beckenlandschaft der Murray-Darling-Region stellt mit ihren teilweise tief eingeschnittenen Flussbetten und weiten Überschwemmungsgebieten eine der interessantesten Landschaften dar. Andere Flüsse, wie der Snowy River, der ebenfalls in den australischen Alpen entspringt, sind nahe ihres Ursprungs aufgestaut worden, um Wasserkraftwerke und Bewässerungsreserven zu haben.

Mehr als die Hälfte aller Flüsse entwässern nicht in den Ozean, sondern versickern oder trocknen aus. Auf eine Distanz von ca. 1.600 km ist die Südküste ohne einen Zufluss aus dem Landesinneren. Die nicht ständig wasserführenden Flüsse werden "Creeks" genannt. Unter der Oberfläche der mittelaustralischen Senke befinden sich große Vorräte an artesischem Grundwasser, d.h. in porösem Stein eingelagerte Wassermengen, die unter hohem Druck stehen und entweder aus Quellen oder Brunnen an die Oberfläche kommen. Das Wasser des Great Artesian Basin entstammt den nach Westen führenden Abflüssen der Great Dividing Range. Auf einem langen, unterirdischen Weg nimmt das Wasser Sedimente und Mineralien auf. Dort, wo es an die Oberfläche tritt (natürlich oder angebohrt), hat es meist einen salzigen oder mineralischen Geschmack und ist für den Menschen ungenießbar. Die Ausbreitung der Viehzucht über weite Teile des Inlandes ist im wesentlichen der Entdeckung und Förderung dieser Wasservorräte zu verdanken.

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Das westaustralische Tafelland

Das westliche Plateau hat eine durchschnittliche Höhe von 200-800 m und nimmt über die Hälfte des Kontinents ein. Die höchsten Erhebungen sind am Westrand die Darling Range, Hamersley Range und die Kimberley Region. Im Osten ist das Plateau durch die MacDonnell Ranges und die Musgrave Range unterbrochen. Die Inselberge Ayers Rock, Olgas und Mount Conner überragen das Plateau ebenfalls. Im Norden und Südwesten liegen Fluss-Systeme mit ganz- oder teiljähriger Wasserführung. Die übrigen Gebiete bestehen aus spärlich bewachsenen Wüsten (Great Victoria Desert, Gibson Desert und Great Sandy Desert), die noch Reste einstiger Fluss-Systeme zeigen.

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