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Australien-Panorama

Kakadu National Park

Kakadu NP - Nourlangie Rock
Kakadu NP - Nourlangie Rock

Der Kakadu National Park (250 km östlich von Darwin) ist mit 19.500 km² der größte Nationalpark Australiens. Durch die Gagadju Association wird der Park von den traditionellen Aboriginal-Eigentümern (Gagadju-Clan), die das Gebiet 1978 zurückerhielten, und den ANPWS verwaltet. Wegen der einzigartigen kulturellen Bedeutung wurde der Kakadu NP von der UNESCO als Weltkulturerbe in die 'World Heritage List' aufgenommen.

Das Gebiet beeindruckt nicht nur durch seine Größe - eine schier unglaubliche Pflanzenvielfalt und natürlich die Tiere, allen voran die Furcht einflößenden Krokodile, haben den Kakadu NP zu einer immer beliebteren Touristenattraktion werden lassen. Nicht vergessen werden sollte die Kultur der Ureinwohner, die das Arnhem Land als eines der ersten überhaupt besiedelt haben. Eindrucksvolle Felsmalereien, die in Höhlen und Felsüberhängen am Rande des Sandsteinplateaus des Arnhem Lands noch außerordentlich gut erhalten sind, können besichtigt werden.

An der Park Entry Station muss eine Parkeintrittsgebühr entrichtet werden (Gültigkeit 14 Tage).

Jabiru

Die Bergbausiedlung Jabiru (1.500 Einwohner) liegt etwa 250 km östlich von Darwin am Arnhem Highway nahe der Ranger-Uranmine. Die Uranmine war umstritten, weil sie früher nicht zur Anti-Atom-Politik der Gewerkschaften und der Labor Party passte; mit der Rezession in den achtziger und neunziger Jahren ist es still geworden um dieses Thema. Hinsichtlich des Naturschutzes haben sich die Uranfirmen zu Wiederaufforstungen verpflichtet. Die heftigsten Auseinandersetzungen gab es um die Rechte der Aborigines, die durch Erdarbeiten oft ihre heiligen Stätten verletzt sahen. Im Fall der Ranger Mine hat sich das Bergwerksunternehmen mit den dort lebenden Aborigines finanziell geeinigt.
Durch die Beliebtheit des Kakadu NP hat Jabiru auch wichtige Funktionen als Versorgungszentrum bekommen.

Praktische Hinweise

Information
Jabiru Tourist Centre (6 Tasman Plaza)
Telefon (08) 8979 2548.
 
Sehenswürdigkeiten
Gagudju Crocodile Holiday Inn (Flinders Street) - Attraktion ist das Hotel in Form eines 250 m langen und 30 m breiten Krokodils. Der Hotelbau entspricht dem Krokodil-Totem der hier ansässigen Gagudju-Aborigines, die auch für den Kakadu NP namensgebend waren. Auch beim Bau des Hotels und des Caravanparks standen die australischen Ureinwohner Pate; sie sind nach dem Kreismotiv der Aborigines angelegt.
 
Camping
Kakadu Lodge and Caravan Park (Jabiru Drive) - Sehr gepflegter und weiträumig angelegter Park mit Pool, Restaurant und Tourist Informationscenter.

Klimawerte

Klimawerte Jabiru
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
mittl. Max °C 34 33 33 34 33 31 32 34 36 37 37 35
abs. Max °C 37 37 38 38 37 36 36 37 40 41 42 39
mittl. Min °C 25 24 24 23 22 19 18 19 21 24 25 25
abs. Min °C 20 20 20 16 13 9 8 12 12 13 19 21
mittl. Nieder- schlag in mm 347 332 317 65 11 1 3 4 9 27 157 210

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Bowali Visitor Centre

Das ausgezeichnete und mehrfach preisgekrönte Besucherzentrum stimmt hervorragend auf den National Park ein. Hier sind audiovisuelle Vorführungen, instruktive Informationstafeln, Veröffentlichungen zur Naturgeschichte, Pflanzen- und Tierwelt, zu Aborigines und ihren Traditionen und kulturellen Überlieferungen zu sehen. Die Ranger sind mit Routenauswahl und Wandervorschlägen behilflich. Außerdem wissen sie in der Regenzeit über eventuell überflutete Straßenabschnitte Bescheid.
(6 km westlich von Jabiru am Kakadu Highway; täglich geöffnet von 8-17 Uhr).

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Nourlangie Rock

Nourlangie hat die meistbesuchten und vielleicht schönsten Felsmalereien des NP. Die schönsten Kunstwerke finden sich am Anbangbang Shelter und an der Nangaloer Gallery. Berühmt sind die mindestens 20.000 Jahre alten Darstellungen göttlicher Wesen wie Namarrgon, der Gott der Blitze. Die Malereien am Nourlangie Rock wurden in den 60er Jahren durch den Aborigine Nayambolmi nachgemalt, in einer Tradition, die sich genau an bestehende Vorlagen hält. Ein Jahr vor seinem Tod vollendete er 1964 seine Arbeit, die Bilder die sich mit Ausnahme der Farbe Blau an den traditionellen 'Röntgenstil' anlehnen, bei dem Skelettformen in die äußeren Konturen eingefügt werden, einer Röntgenaufnahme nicht unähnlich.

Vom Aussichtspunkt bietet sich ein toller Blick in die Weiten des Arnhem Land. Der 12 km lange Barrk Wall führt von hier in das einsame Hinterland. Unbedingt einen ausreichenden Wasservorrat mitnehmen! (Nourlangie Rock - 31 km südlich von Jabiru)

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Ubirr

43 km nördlich von Jabiru liegt nahe der Grenze zum Arnhemland der Ubirr Rock. Dort haben die Aborigines vor Jahrtausenden die Unterseiten überhängender Felsen bemalt. Diese Felsmalereien zählen zu den bedeutendsten Kunstwerken der Ureinwohner. Es lohnt sich, mit einem Ranger auf eine geführte Tour zu gehen, weil sie als Fachleute die Bilder auch deuten können. Meist sind es Tiere, überwiegend Fische, die vor Tausenden von Jahren mit braunen, weißen und schwarzen Erdfarben auf die Felsüberhänge aufgetragen wurden. Nebeneinander, teils übereinander stehen älteste naturalistische Darstellungen, gefolgt von symbolischen Stilisierungen mit mythologischen Figuren (Regenbogenschlange). Dazu kommen faszinierende 'Röntgenbilder', die Skelett und innere Organe der abgebildeten Tiere (Baramundi, Krokodil, Schildkröte) zeigen.

Nahe bei Ubirr ragt das 'Escarpment' auf, eine Felsschwelle, die sich über fast 500 km meist als Steilwand durch das Land zieht und bis zu 200 m hoch ist. In der Regenzeit stürzen hier zahlreiche Wasserfälle zu Tal und enden in den überfluteten Wiesen. Das damit abgegrenzte Hochplateau des Arnhemland ist ein Territorium der Aborigines und darf nur mit Genehmigung betreten werden.

Praktische Hinweise

Camping
Ein einfacher NP-Campground befindet sich bei Merl (ca. 5 km südlich von Ubirr).

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Yellow Waters Lagune

Bootsfahrt auf der Yellow Waters Lagune In Cooinda empfiehlt sich eine Teilnahme an einer Bootsfahrt auf der Yellow Waters Lagune. Höhepunkt der Fahrt sind natürlich die gefährlichen Leistenkrokodile (Salties). Auch die faszinierende Vogelwelt (275 Arten) und das weitläufige Buschland machen die Fahrt lohnenswert. Die zweistündige Tour wird fünfmal täglich durchgeführt. Von den angebotenen Touren empfiehlt sich die erste (6:45 Uhr) und die letzte (16:30), da die Tierwelt zu diesen Zeiten am aktivsten ist. Von der Bootsrampe kann man eine schöne Rundwanderung unternehmen, die am Campingplatz von Cooinda endet.

Praktische Hinweise

Camping
Cagudju Lodge Cooinda Caravan Park - einfacher Campingplatz mit kleinem Pool, Restaurant, Supermarkt, Tankstelle und Tourist Informationscenter.

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Jim Jim Falls

Zwischen Jabiru und Cooinda zweigt die 60 km lange Piste zu den Jim Jim Falls und den ebenfalls spektakulären Twin Falls ab. Sie kann nur mit 4-WD-Fahrzeugen befahren werden! Am Ende der Trockenzeit (August bis November) sind die Wasserfälle fast trocken und wenig sehenswert, um so eindrucksvoller dagegen von Februar bis Juni. Die Jim Jim Falls entspringen vom 215 m höher gelegenen Arnhem Plateau. Ein ein Kilometer langer Pfad führt zum Fuß des Wasserfalls.

Praktische Hinweise

Camping
Nur mit 4-WD erreichbar ist der einfache Jim Jim Falls NP-Campground.

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Twin Falls

Zu den ebenfalls spektakulären Twin Falls sind es von den Jim Jim Falls weitere 10 km auf rauher Piste. Vom schwimmen durch die Schlucht zu den Fällen wird abgeraten, da sich dort ein paar Krokodile niedergelassen haben. Prüfen sie vor ggf. vor Ort die Gegebenheiten und achten sie auf Warntafeln!

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Gunlom Falls

An der Parkausfahrt nach Süden auf dem Kakadu Highway zweigt vor der 'Entry Station' eine gute Piste zu den Gunlom Falls ab, wo sich auch ein NP-Campground befindet. Die Wanderung zum Wasserfall mit erfrischender Badegelegenheit ist einer der Highlights im Nationalpark.

Praktische Hinweise

Camping
Bei den Gunlom Falls befindet sich ein guter NP-Campground mit Toilette und Duschen.

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Sehenwertes Northern Territory - Weiterführende Links

Aktualisiert am 20.10.2004