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Australien-Panorama

Australien Politik

Verteidigung

Die Verteidigungspolitik der australischen Regierung gibt der Fähigkeit zur Selbstverteidigung mit den eigenen Mitteln Vorrang. Sie hat drei Hauptelemente:
die Entwicklung und Bewahrung eines Potentials zur Verteidigung Australiens und seiner Interessen; die Förderung einer strategischen Stabilität und Sicherheit in der Region Australiens durch Bündnisse wie das Fünf-Mächte-Abkommen mit Singapur, Malaysia, Neuseeland und Großbritannien und Zusammenarbeit mit anderen Ländern in Südostasien und im Südpazifik; Fortführung der Allianz mit den Vereinigten Staaten.

Über 70.000 Männer und Frauen dienen in den australischen Streitkräften. Außerdem beschäftigen sie 35.000 Zivilisten.

Das australische Verteidigungswesen stammt in seinem Aufbau aus dem Jahr 1911, als die Regierung des Commonwealth die allgemeine Wehrpflicht einführte. Die australische Marine (Royal Australian Navy) wurde 1913 gegründet. Die Beteiligung australischer Soldaten am 1. Weltkrieg erfolgte über die britische Luftwaffeneinheit des Royal Flying Corps. Die eigene australische Luftwaffe entstand erst 1921. Der erste feindselige Akt der Aggression auf australischem Gebiet erfolgte während der Anfangsphase des 2. Weltkrieges in Form der Bombenangriffe japanischer Kampfflugzeuge auf Darwin. Australische Truppen waren im 19. Jahrhundert an mehreren militärischen Feldzügen der Briten beteiligt, u. a. dem Krimkrieg, dem Sudanfeldzug (1897-1899) und dem Burenkrieg. Einsätze australischer Truppen erfolgten außerdem in beiden Weltkriegen, dem Koreakrieg, dem Vietnamkrieg und dem Golfkrieg.

Der Wehrdienst in den bewaffneten Streitkräften Australiens ist freiwillig. Obwohl die australischen Streitkräfte zahlenmäßig als klein zu bezeichnen sind, verfügen sie doch über moderne Waffen und Ausrüstung. Frauen sind seit 1993 zum freiwilligen Dienst an der Waffe zugelassen.

Im Brennpunkt der australischen Verteidigungspolitik steht seit den frühen fünfziger Jahren der bilaterale militärische Verteidigungs- und Unterstützungspakt ANZUS (Australien, New-Zealand, USA), der 1952 mit den Vereinigten Staaten von Amerika und mit Neuseeland geschlossen wurde. Als sich Neuseeland Mitte der achtziger Jahre weigerte, Kriegsschiffen mit Nuklearwaffen an Bord die Einfahrt in seine Häfen zu gestatten, suspendierten die Vereinigten Staaten von Amerika die Übereinkünfte des ANZUS-Bündnisses mit diesem Land. Die Regelungen mit Australien blieben davon jedoch unangetastet. Zwischen Australien und Neuseeland bestehen ebenfalls militärische Abkommen.

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