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Australien-Panorama

MacDonnell Ranges

West MacDonnell Ranges
West MacDonnell Ranges

Die MacDonnell Ranges sind die am besten zugänglichen Bergketten Zentralaustraliens mit der Stadt Alice Springs im Zentrum. Typisch für die MacDonnell Ranges sind die roten Felsen, die häufig von Tälern und Schluchten unterbrochen werden, in denen sich permanente Wasserlöcher befinden. Geschützt vor äußeren Einflüssen, hat sich um diese Wasserlöcher eine einzigartige Pflanzenwelt gebildet, wie man sie sonst nirgendwo in Australien findet.

West MacDonnell Ranges

Westlich von Alice Springs reicht der massive Block der West MacDonnell Ranges rund 160 km nach Westen. Der National Park wurde 1992 gegründet, nachdem die Regierung des Northern Territory 170.000 ha Landanteile von fünf umliegenden Rinderfarmen gekauft hatte, die einst die Sehenswürdigkeiten des Parks getrennt hatten.

Simpsons Gap

SimpsonsGap
SimpsonsGap

Die faszinierende Schlucht gehört zu den größten Attraktionen in der unmittelbaren Nähe von Alice Springs. Das Bachbett des Roe Creek hat sich im Laufe von Jahrtausenden durch immer wiederkehrende Hochwasserfluten tief in die Quarzfelsen der Rungutjiba Ridge gegraben. Rund um Simpsons Gap ausgezeichnete Wandermöglichkeiten. Mit etwas Glück können hier die schwarzfüßigen Fellswallabies (Black Footed Rock Wallabies) beobachtet werden, die sich im Bereich der Schlucht angesiedelt haben. Am Parkeingang gibt es ein kleines Visitor Centre mit Informationen über die markierten Wanderwege, Flora und Fauna.

» 22 km westlich von Alice Springs, Anfahrt über den Larapinta Drive. Die Schlucht ist täglich von 8-20 Uhr geöffnet, es gibt kein Camping. «

Gegenüber dem Abzweig zum Simpsons Gap liegt der White Gums Park, ein kleiner Tierpark mit Caravan Park, Laden und Restaurant.

Standley Chasm

Standley Chasm
Standley Chasm

Standley Chasm ist vielleicht die eindrucksvollste Schlucht der MacDonnell Ranges, es liegt im Bereich der Iwupataka Aboriginal Community (kein Permit nötig) und ist nicht Teil des NP. Benannt wurde die Schlucht nach Ida Standley, der ersten Lehrerin in Alice Springs. Der Einschnitt zwischen den fast 100 m aufragenden Quarzitwänden ist nur wenige Meter schmal, so dass nur die senkrechten Sonnenstrahlen der Mittagszeit bis auf den Grund der Schlucht dringen und die Wände in rotbraunen Farbtönen erleuchten lässt. Durch das trockene Flussbett des Hugh River, der durch das auswaschen des weicheren Gesteins zwischen dem harten Quarzit diese Kluft geschaffen hat, führt der Weg an Palmenfarnen und Flusseukalypten vorbei in den engen Spalt.

» 50 km westlich von Alice Springs, Anfahrt über den Larapinta Drive, die 10 km lange Straße vom Abzweig bis zum Parkplatz an der Schlucht ist asphaltiert. Vom Parkplatz führt ein steiniger Pfad zur Schlucht (ca. 15 Minuten). «

Etwa 6 km nach dem Abzweig zum Standley Chasm gabelt sich die Straße. Rechts geht es auf dem Namatjira Drive weiter zu den anderen Schluchten der westlichen MacDonnell Ranges (Serpentine Gorge, Ormiston Gorge, Glen Helen Gorge), geradeaus auf dem Larapinta Drive geht es nach Hermannsburg und zum Finke Gorge NP.

Ellery Creek Big Hole

Ellery Creek Big Hole ist ein beliebter Picknick- und Campingplatz, dessen Hauptattraktion eindrucksvolle Felsverwerfungen und ein ständig wasserführender Teich mit Bademöglichkeit sind.

» 92 km westlich von Alice Springs, Anfahrt über den Namatjira Drive. Hier gibt es einen einfachen Campground. «

Serpentine Gorge

Seinen Namen hat dieser Naturpark von einer serpentinenartig gewundenen, engen Schlucht mit Wasserlöchern an beiden Enden. Das erste Wasserloch trocknet in der Regel aus, wenn nicht kann es durchschwommen werden oder zu Fuß umgangen werden um in die spektakuläre Schlucht zu gelangen.

» 92 km westlich von Alice Springs, Anfahrt über den Namatjira Drive. Camping ist 3 km westlich an den Serpentine Chalet-Ruinen möglich (teilweise nur mit 4-WD erreichbar). Von hier aus sind auch Wanderungen entlang des Hauptkammes möglich. «

Ochre Pits

Von der Serpentine Gorge sind es nur wenige Kilometer bis zum Abzweig zu den Ochre Pits. Hierbei handelt es sich um eine heilige Stätte der Ureinwohner. Schautafeln informieren über die Bedeutung des rotgelben Ockers (ochre), der von den Aborigines für zeremonielle und medizinische Zwecke gewonnen wurde.

» 111 km westlich von Alice Springs, Anfahrt über den Namatjira Drive. «

Ormiston Gorge

Ormiston Gorge
Ormiston Gorge

Der Ormiston Gorge ist eine vom Ormiston River geschaffene Schlucht. An ihrem Südende, etwa 0,5 km vom Visitor Centre entfernt, erreicht man ein fast nie austrocknendes Wasserloch inmitten einer urwüchsigen Landschaft. Bei Sonnenschein leuchten die hohen Felswände der Schlucht in verschiedensten Farben, was auf den unterschiedlichen Mineraliengehalt des Gesteins zurückzuführen ist. Nicht versäumen sollte man einen Aufstieg zum Ghost Gum Lookout (ca. 30 Minuten), von dem einen schönen Ausblick genießen kann. Vom Ghost Gum Walk zurück in die Schlucht.

» 135 km westlich von Alice Springs, Anfahrt über den Namatjira Drive, vom Abzweig zur Ormiston Gorge führt eine 8 km lange Schotterpiste. An der Schlucht gibt es einen einfachen Campground und ein Visitor Centre. «

Glen Helen Gorge

Glen Helen Gorge
Glen Helen Gorge

Die Glen Helen Gorge besteht im Wesentlichen aus einer eindrucksvollen Schlucht mit tiefen Wasserloch, geschaffen vom Durchbruch des geologisch sehr alten Finke River. Für die Arandastämme ist das tiefe Wasserloch die Heimat der Riesenwasserschlange. Aus der kalten Tiefe dieses Gewässers sollen die ersten gestaltlosen Wesen der Traumzeit hervorgegangen sein. Auf interessante Felsformationen trifft man im Osten (Window in the Rock) und im Westen (Organ Pipes). Eine Wanderung führt entlang des alten Flussbetts.

» 132 km westlich von Alice Springs, Anfahrt über den Namatjira Drive. «

Redbank Gorge

Die Redbank Gorge erstreckt sich in der reizvollen Landschaft um den Mount Sounder. Besonders eindrucksvoll ist die an ihrer schmalsten Stelle nur wenige Meter breite Schlucht und einige ständig gefüllte Wasserlöcher. Vom Parkplatz lohnt ein halbstündiger Fußmarsch zur 40 m tiefen Schlucht. Das Wasser der Felsteiche ist sehr kalt.

» 165 km westlich von Alice Springs, Anfahrt über den Namatjira Drive. Von Glen Helen aus 20 km Schotterpiste dann 4 km schwierige Strecke (4-WD empfohlen!)«

Hermannsburg

In Hermannsburg können die historischen Gebäude der alten Missionsstation besichtigt werden. Die Gründung erfolgte 1877 durch die Missionare Friedrich Kempe und Wilhelm Schwarz aus Hermannsburg in Norddeutschland. Um die 100 Aborigines lebten um 1880 in dieser Mission, etwa 1894 wurden die noch heute vorhandenen Gebäude unter Carl Strehlow1 errichtet. Auch Albert Namatjira2 (1902-1959), der bekannteste eingeborene Maler, lebte hier. Ein Denkmal in Form einer hohen Steinsäule am Larapinta Drive (10 km östlich von Hermannsburg) erinnert an den Maler. Seit 1982 sind die Aranda-Aborigines Eigentümer der Mission und des weiten Umlands, wo die meisten der Aborigines in traditionellen Verbänden in Außenstationen (Outstations) leben. Eine solche Niederlassung mit einer Schule ist Ipolera (58 km westlich), wo die Aborigines für Touristen einen tiefen Einblick in die Aboriginal-Kultur gewähren.

» 126 km westlich von Alice Springs, Anfahrt über den Larapinta Drive. Die Mission hat von Dezember bis Februar täglich außer Dienstag von 10-16 Uhr und von März bis November täglich von 9-16 Uhr geöffnet. «

1Carl Strehlow:
Der Missionar kam 1894 mit seiner Frau Frieda aus Deutschland nach Herrmannsburg. Er lernte die Sprache des Aranda-Stammes, übersetzte das Neue Testament und machte sich verdient um die Kultur der Aborigines, indem er die Mythen und Lieder aufzeichnete.

2Albert Namatjira:
Der christlich erzogene Albert Namatjira, angehöriger des Aranda-Stammes zählt zu den bedeutendsten Landschaftsmalern Australiens. Er wuchs in der Missionsstation Hermannsburg auf, wo er im Alter von etwa zwanzig Jahren die Technik der Aquarellmalerei erlernte. Seine Werke, die ursprünglich zwar Elemente der Kultur der Aborigines enthielten, sich aber mehr und mehr vom mythischen und spirituellen Inhalt lösten, fanden in der weißen Gesellschaft Australiens ein interessiertes Publikum. Wie kaum ein zweiter Maler verstand es Namatjira, die landschaftlichen Schönheiten des "Red Centre" in seinen Bildern festzuhalten. 1954 wurde er von der britischen Königin in Canberra empfangen und bekam 1957 sogar die australische Staatsbürgerschaft verliehen. Im August 1959 verstarb Albert Namatjira und wurde in Alice Springs begraben.

Finke Gorge National Park

Finke Gorge NP - Palm Valley
Finke Gorge NP - Palm Valley

Der Finke Gorge National Park (46.000 ha) erstreckt sich entlang des Finke River zwischen den Erhebungen der Krichauff Range im Westen und der James Range im Südosten. Sehenswert sind die imponierenden Felsformationen mit ritueller Bedeutung für die Ureinwohner. Ein kurzer Pfad führt hinauf zum Kalarranga Lookout, von dem man einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung hat.

Hauptattraktion des Finke Gorge NP ist das einer Wüstenoase gleichende Palm Valley am Palm Creek, einem Zufluss des Finke River. In einzigartiger Weise haben hier 14.000 Palmen (Red Cabbage Palms) als Relikte des einst tropischen Klimas über Jahrtausende überlebt. 4 km vor der Einfahrt in das Palm Valley wird die Cycard Gorge passiert, wo an den Felswänden Cycaden-Palmen emporwachsen.

» 142 km westlich von Alice Springs, Anfahrt über den Larapinta Drive. 16 km südlich von Hermannsburg beginnt der Finke Gorge NP, der über das sandige, teils steinige Flussbett des Finke River (nur 4-WD!). «

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East MacDonnell Ranges

Die östlichen MacDonnell Ranges gelten als Geheimtip mit idyllischen Campingplätzen und einer Reihe bemerkenswerter geographischer und geologischer Merkmale. Die Flüsse und Bäche, die von der Bergkette nach Süden in Richtung Simpson Desert fließen, haben einige tiefe Schluchten geformt.

Emily and Jessie Gaps Nature Park

Im Emily and Jessie Gaps Nature Park befinden sich zwei tief eingeschnittene Wasserlöcher. Eine Wanderung (8 km) führt über die Kuppe der Range von einem Teich zum anderen. Für die Aborigines besaßen beide Stellen mythische Bedeutung. Sehenswert sind die Felszeichnungen bei Emily Gap.

» 10 km östlich von Alice Springs. Anfahrt über den Ross Highway. Keine Campingmöglichkeit. «

Coroboree Rock Conservations Reserve

Der nur 7 ha große Naturpark besteht aus einer Felsformation, die den Arrente-Aborigines heilig ist. Ein Wanderweg führt zu einer kleinen Höhle, die einst von Aborigines benutzt wurde, um heilige Gegenstände aufzubewahren.

» 47 km östlich von Alice Springs. Anfahrt über den Ross Highway. Keine Campingmöglichkeit. «

Trephina Gorge Nature Park

Zwei völlig verschiedene Schluchten prägen diesen in einer eindrucksvollen Landschaft gelegenen 1.700 ha großen Naturpark. Trephina Gorge ist relativ weiträumig und umgeben von hohen Sandsteinwänden, mit einem breiten sandigen Flussbett, hohen Eukalyptusbäumen (River Red Gum) und dauerhaften Wasserlöchern. Ein Wanderweg (Chain of Ponds Walk) führt zu Jack Hayes Rockhole.

Jack Hayes Rockhole dagegen ist schmal und schattig, wegen der vielen Keilschwanzadler wird das Gebiet unterhalb von Mount Hayes 'Valley of the Eagles' genannt.

» 85 km östlich von Alice Springs. Anfahrt über den Ross Highway, die letzten 10 km sind nicht geteert. Mehrere einfache Campingplätze sind vorhanden. «

Ross River

Aus dem Ende des 19. Jahrhunderts stammt die winzige Niederlassung Ross River am Ross Highway. Sie ging aus einer Homestead der früheren Loves Creek Station hervor. Die bereits 1898 gegründete Rinderfarm gilt als typisches Beispiel für eine frühe Outback-Ansiedlung, seit 1959 ist der Ort touristischer Ausgangspunkt für Ausflüge in die MacDonnell Ranges. Der Pub ist beliebter Anlaufpunkt für benachbarte Farmer, dort kann es abends recht lebhaft zugehen. Allein die Tierwelt ring um das Anwesen lohnt die Fahrt hierher, Kängerus, Felswallabies, Vögel, Wildpferde, Dingos und vieles mehr sind hier zu sehen. Von der Farm aus werden Kamel- und Pferdeausritte angeboten. Eine Besonderheit sind die so genannten Camp-Out-Dinners, wo unter dem nächtlichen Sternenhimmel traditionelle Outbackspeisen zubereitet werden.

» 88 km östlich von Alice Springs. Anfahrt über den Ross Highway. Vom Highway führt ein Abzweig zur 9 km entfernten Ross River Homestaed. Das Homestead besteht aus rustikalen Holzhütten mit Klimaanlage, Restaurant, Pool, ein kleiner Campingplatz und Caravan Park. «

N'Dhala Gorge Nature Park

Im N'Dhala Gorge Nature Park schützen steile Felswände alte Aborigines-Malereien, die sich auf großen Felsbrocken am Fuße der Schlucht befinden, vor Verwitterung.

» 90 km östlich von Alice Springs. Anfahrt über den Ross Highway. Vom Ross River Homestaed führt dann eine 11 km lange, teils sandige Piste entlang des Ross River zur Schlucht (4-WD empfohlen!). «

Arltunga Historical Reserve

Goldfunde von 1887 wurden bis etwa 1916 systematisch abgebaut, von der isoliert gelegenen Goldsuchersiedlung von einst sind nur noch wenige Überreste erhalten. Minenschächte, verrostete Maschinen und Ruinen von Steinhäusern (Polizeistation und das Gefängnis wurden restauriert). Bei einem Rundgang ist auf ungesicherte Brunnen- und Schachtanlagen zu achten. Im Bereich der Denkmalschutzzone darf nicht gegraben oder mit Detektoren nach Gold gesucht werden. Lediglich am Paddy's Creek im Süden der Zufahrtsstraße kann man selbst nach Gold suchen.

» 110 km östlich von Alice Springs. Anfahrt über den Ross Highway. Im Arltunga Tourist Park gibt es einen guten Campingplatz. «

Ruby Gap Nature Park

Am Ende des Ross Highway liegt die Farm Atnarpa Homestead. In Ruby Gap glaubte man 1886, Rubine gefunden zu haben, die sich später aber als wertlose Granatsteine herausstellten. Die Schlucht des Hale River mit Ruby Gap und Glen Annie Gorge, die die sich durch den Park windet, ist sehr eindrucksvoll und zählt zu den schönsten Stellen der Range.

» 150 km östlich von Alice Springs. Anfahrt über den Ross Highway, die letzten 23 km zur Ruby Gap lassen sich nur mit einem 4-WD-Fahrzeug bewältigen. Ein einfacher Campground ist vorhanden. «

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Aktualisiert am 20.10.2004